Die FAD-Architekturpreise 2026
Ein Blick auf die in Barcelona nominierten Projekte

Erweiterung des Hospital del Mar von Pinearq und Brullet de Luna, © Simón García
FAD Barcelona – eine Institution mit Geschichte
FAD, dessen Abkürzung ursprünglich für Fomento de las Artes Decorativas stand, wurde 1903 in Barcelona als Berufsverband von Handwerkern und dekorativen Künstlern ins Leben gerufen. In den ersten Jahrzehnten war die Vereinigung sehr aktiv und wirkte unter anderem an der Gründung der Escola Massana im Jahr 1929 mit. Der entscheidende Wendepunkt kam jedoch 1958 mit der Einführung des FAD-Preises für Architektur, der die kulturelle Bedeutung der Institution erheblich steigerte. Die neue Auszeichnung, die maßgeblich von Oriol Bohigas mitgestaltet wurde, sollte die moderne Architektur fördern – insbesondere jene der Grup R – und sie der damals vorherrschenden Architektur mit ihren konservativen und regionaltypischen Tendenzen gegenüberstellen.
Die ersten Preisträger waren Guillem Giráldez, Pedro López Iñigo und Xavier Subías für ihr Projekt der Juristischen Fakultät – ein Werk mit ausgesprochen rationalistischen Zügen, das in nur 12 Monaten geplant und gebaut wurde. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die FAD-Preise von einer lokalen Auszeichnung zum renommiertesten Architekturpreis der Iberischen Halbinsel.

Bürogebäude Llull 122 von BAAS Arquitectura, © Adrià Goula
Neuausrichtung der FAD-Preise
Die bedeutendste Veränderung in der Organisation und Vergabe der Preise seit der Gründung des Verbands fand 2006 statt, als FAD in Fomento de las Artes y el Diseño umbenannt wurde, dabei aber sein traditionelles Kürzel beibehielt. Damals wurden die heutigen Kategorien der Premios de Arquitectura e Interiorismo festgelegt: Architektur, Innenarchitektur, Stadt und Landschaft, ephemere Interventionen sowie Denken und Kritik. Heute ist die Institution entsprechend den verschiedenen designbezogenen Berufsfeldern untergliedert. Die Vereinigung ARQUIN-FAD vertritt die Bereiche Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur und Innenarchitektur und ist damit direkt verantwortlich für die oben genannten Preise.
Die Ausschreibung dieser Preise steht Projekten auf der Iberischen Halbinsel offen und findet jährlich statt. ARQUIN-FAD beruft eine Jury aus renommierten Architekten, Hochschulprofessoren, Kritikern und weiteren Fachleuten, um ein breites Spektrum an Profilen abzubilden. In einem ersten Schritt trifft die Jury eine Vorauswahl und erstellt eine Finalistenliste. Die ausgewählten Projekte werden anschließend eingehender analysiert und vor Ort von den Jurymitgliedern besichtigt, bevor die endgültige Entscheidung getroffen und die Gewinner bekanntgegeben werden.

Sportkomplex Espronceda von Conxita Balcells Associats und Barceló-Balanzó Arquitectes, © José Hevia
Die Finalisten der FAD-Architekturpreise 2026
Die Liste der diesjährigen Finalisten lenkt den Blick auf eine Auswahl kürzlich fertiggestellter Projekte mit durchweg hohem architektonischem Niveau, darunter einige aus Barcelona. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kategorie Stadt und Landschaft, in der Barcelona gleich zwei der vier Finalisten stellt. Dazu zählen das Projekt Espais Lliures Illa Diagonal von Batlleiroig Arquitectura sowie der letzte Bauabschnitt des Parc de les Glòries, bekannt als Canòpia Urbana – Àmbit Túnels, von Agence TER und Ana Coello. Dieses Projekt wurde bereits in unserem jüngsten Blog „Städtische Renaturierungsprojekte in Barcelona II“ vorgestellt.
In der Kategorie Architektur wurden insgesamt 15 Finalisten ausgewählt, darunter vier Projekte in Barcelona. Angesichts der Tatsache, dass sich die Finalisten auf ganz Spanien und Portugal verteilen, ist dies ein beachtlicher Anteil. Grund genug also, einen genaueren Blick auf diese vier Bauten zu werfen, die das ohnehin reiche architektonische Erbe der Stadt um weitere bemerkenswerte Beispiele zeitgenössischer Architektur ergänzen.

Erweiterung des Hospital del Mar von Pinearq und Brullet de Luna, © Simón García
Die Erweiterung des Hospital del Mar von Pinearq + Brullet de Luna
Die neue Erweiterung des Hospital del Mar (Phase 2) bildet das jüngste Kapitel einer langen Reihe von Umbauten und Erweiterungen, die Pinearq und Brullet de Luna für den historischen Krankenhauskomplex und sein Umfeld realisiert haben. Bereits im Vorfeld der Olympischen Spiele 1992 zeichneten die Architekten für die erste umfassende Umgestaltung dieses privilegiert gelegenen Krankenhauses verantwortlich, das damals die Funktion des Olympischen Krankenhauses übernehmen sollte. Es folgte 2007 der Parc de Recerca Biomèdica, ein unmittelbar benachbartes Forschungszentrum, das wir bereits in unserem Blog über Forschungsbauten in Barcelona vorgestellt haben. 2017 wurde schließlich eine erste Erweiterung des Krankenhauses fertiggestellt. Mit dem nun abgeschlossenen Bauvorhaben findet die städtebauliche und funktionale Transformation eines bedeutenden Abschnitts der Uferpromenade ihren vorläufigen Abschluss.
Der Neubau besteht aus einem U-förmigen Baukörper, der sich zur Carrer del Gas hin öffnet und überwiegend Patientenzimmer beherbergt. Ein zweigeschossiger Verbindungstrakt bindet ihn an den bestehenden Krankenhauskomplex an. Vor den oberen Fassaden spannt sich ein Metallraster, das ein fein gegliedertes System aus Holzlamellen aufnimmt. Diese schlagen eine Brücke zwischen lokaler Bautradition und dem benachbarten Parc de Recerca Biomèdica. Gleichzeitig sorgen sie für Sichtschutz in den Patientenzimmern und tragen zur Verschattung der Fassaden bei.
Zur Meerseite hin öffnet sich der Neubau zu einem begrünten Dachgarten im dritten Obergeschoss. Dieser dient Patienten und medizinischem Personal als Aufenthalts- und Erholungsraum und leistet zugleich einen Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Krankenhauskomplexes. Die Nachhaltigkeitsstrategie des Projekts zeigt sich darüber hinaus im Einsatz von zertifiziertem Holz, regionalen Baumaterialien sowie in der Nutzung von Regenwasser.

Bürogebäude Llull 122 von BAAS Arquitectura, © Adrià Goula
Llull 122: Bürogebäude von BAAS Arquitectura
Das von BAAS Arquitectura entworfene Bürogebäude Llull 122 nimmt eine markante Ecklage im Innovations- und Technologiedistrikt 22@ im Stadtteil Poblenou ein.
Auf den ersten Blick fallen zwei Merkmale besonders ins Auge: der abgestufte Baukörper und die gegenüber der Straßenflucht zurückversetzte Gebäudeform, die einen öffentlichen Platz entstehen lässt. Der so gewonnene Freiraum fungiert als Übergangszone zwischen Gebäude und Stadtraum und stärkt die Einbindung des Projekts in sein Umfeld. Unterstützt wird dies durch die Offenheit des Erdgeschosses, die einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum ermöglicht.
Maßstäblichkeit und gestufte Volumetrie verleihen dem Projekt eine offene Wirkung gegenüber Stadt und Nutzern. Eine Abfolge begrünter Terrassen kontrastiert mit dem Sichtbeton, der das Erscheinungsbild des Gebäudes prägt. Die geneigten Stützen greifen die Staffelung des Baukörpers auf und bilden mit ihrer Auskragung über dem Platz eine überdachte Vorzone.

Bürogebäude Llull 122 von BAAS Arquitectura, © Adrià Goula
Das Konzept der geneigten Stützen erinnert an die Megastrukturen von Archigram sowie an Entwürfe der High-Tech-Architektur. Auch das Hyatt Regency Barcelona Tower (2006) von Richard Rogers in L’Hospitalet de Llobregat kommt dabei in den Sinn, wenngleich die Neigung der Stützen dort weniger ausgeprägt ist. Der Entwurf weckt zudem durch die Kombination von Form und Materialität Assoziationen zu weiteren britischen Architekturbeispielen, insbesondere zu den abgestuften Sichtbetonvolumen des Brunswick Centre (1972), einem brutalistischen Werk von Patrick Hodgkinson. Auch die eingesetzten Sichtziegelwände, die einen Bezug zur industriellen Vergangenheit des Viertels herstellen, knüpfen an die Ästhetik des Brutalismus an – etwa an Arbeiten von James Stirling oder an frühe Projekte von Alison und Peter Smithson.
Die großen Stützen sind nicht nur strukturelles und gestalterisches Leitmotiv, sondern auch die einzigen durchgehenden tragenden Elemente des Gebäudes. Sie ermöglichen weitgehend stützenfreie, flexibel nutzbare Büroflächen. Ein System aus Markisen übernimmt den Sonnenschutz an der Hauptfassade, da die Betondecken nicht ausreichend auskragen, um eine Verschattung zu gewährleisten. Die Seitenfassade wird durch vertikale Betonschirme abgeschirmt.
Darüber hinaus setzt das Projekt auf weitere bioklimatische Strategien, darunter den Verzicht auf abgehängte Decken sowie eine natürliche Belüftung über automatisierte Oberlichter in den Seitenfassaden. Diese Maßnahmen erhöhen sowohl die Energieeffizienz als auch den Nutzungskomfort im Gebäude.

Sportkomplex Espronceda von Conxita Balcells Associats und Barceló-Balanzó Arquitectes, © José Hevia
CEM Espronceda: Sportzentrum von Conxita Balcells Associats und Barceló-Balanzó Arquitectes
Ein weiterer Finalist im Bereich öffentlicher Einrichtungen ist das Centre Esportiu Municipal (CEM) Espronceda von Barceló-Balanzó Arquitectes und Conxita Balcells Associats. Das zwischen Brandmauern eingefasste Gebäude folgt einer klaren volumetrischen Ordnung: Ein vertikaler, entlang der Carrer d’Espronceda ausgerichteter Baukörper wird mit einem quer gelagerten Volumen kombiniert, das sich tief in das Grundstück hineinzieht. Die Hauptfassade akzentuiert dabei gleichermaßen die Rolle als Nachbarschaftseinrichtung wie den Anspruch als eigenständiger Baukörper.
Funktional, tektonisch und gestalterisch knüpft das Projekt an die Entwurfstradition Louis Kahns an. Das Hauptvolumen gliedert sich vertikal in drei Zonen: Die seitlichen Bereiche bündeln dienende Funktionen wie Umkleiden, Lager und Erschließung, während im Zentrum die großzügigen, flexibel nutzbaren Sporthallen liegen. Sie folgen dem von Kahn formulierten Prinzip der „bedienten“ und „dienenden“ Räume.
Jeder dieser Bereiche wird an der Fassade über Materialität und Öffnungsgrad ablesbar. Die seitlichen Baukörper treten als weitgehend geschlossene Betonflächen in Erscheinung, während der Mittelteil durch großformatige Fenster geprägt ist, die von einem hölzernen Raster gefasst werden. So entsteht eine zeitgenössische Fassade mit klarer Proportionierung, die sowohl an klassische architektonische Prinzipien als auch an Kahns Werk erinnert – insbesondere an das Salk Institute in La Jolla aus dem Jahr 1965.
Die Offenheit des Erdgeschosses schafft einen fließenden Übergang zwischen Straße und Innenraum und bindet den Haupteingang an den horizontalen Baukörper an, der mehrere Sportfelder unterschiedlicher Disziplinen in einer einzigen, weitgespannten Halle vereint. Die Dachstruktur besteht aus Spannbetonträgern, einem System von Oberlichtern zur natürlichen Belichtung sowie einer begrünten Dachfläche.
Neben der funktionalen Flexibilität war die Energieeffizienz eine zentrale Zielsetzung des Projekts. Dafür kommen passive Klimastrategien, Systeme zur Eigenenergieerzeugung sowie Maßnahmen zur saisonalen Anpassung zum Einsatz.

Sportkomplex Espronceda von Conxita Balcells Associats und Barceló-Balanzó Arquitectes, © José Hevia
Recircular l’Eixample von Flexoarquitectura + Addenda Architects
Der letzte Finalist ist ein vergleichsweise komplexes Projekt. Recircular l’Eixample, entwickelt von Flexoarquitectura und Addenda Architects, ist eine städtebauliche Intervention zur Transformation eines Blocks im Eixample nahe der Sagrada Família der bereits mehrere öffentliche Einrichtungen beherbergt. Der Ansatz knüpft an bedeutende städtebauliche Operationen der letzten Jahrzehnte an, insbesondere an die Intervention von RCR Arquitectes in der Biblioteca Sant Antoni–Joan Oliver sowie an die Gärten von Cándida Pérez (2007).
Einige der Gebäude behalten ihre ursprüngliche Nutzung bei, etwa der Markt oder die Bibliothek, während anderen neue Funktionen zugewiesen werden, beispielsweise dem Bürgerzentrum, das nun ein Kinder- und ein Seniorenzentrum umfasst. Die beiden zentralen Leitprinzipien der Umgestaltung sind Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Im gesamten Ensemble verbessert sich die Energieeffizienz durch die Modernisierung der Klimaanlagen sowie die Integration von Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig wird die urbane Durchlässigkeit gestärkt, indem Zugänge aufgewertet und die Verbindungen zwischen den Gebäuden und dem Innenhof des Blocks neu organisiert werden. Neue öffentliche Passagen, Rampen und begehbare Dächer verändern die städtische Dynamik des Ensembles deutlich. Schließlich dient die Intervention auch der gestalterischen Aufwertung der einzelnen Baukörper: Materialien, Farben und Texturen schaffen eine gemeinsame Identität und respektieren zugleich die vorhandene tektonische Vielfalt.

Erweiterung des Hospital del Mar von Pinearq und Brullet de Luna, © Simón García
Nominierungen, die Barcelonas Bedeutung in der zeitgenössischen Architektur unterstreichen
Seit ihrer Gründung fungieren die FAD-Preise für Architektur sowohl als Gradmesser als auch als Impulsgeber der lokalen Architekturproduktion. Sie haben die Qualität von Entwurf und Baukultur nachhaltig gefördert und die Rolle Spaniens und Barcelonas im internationalen Architekturkontext gestärkt.
Die als Finalisten der Ausgabe 2026 ausgewählten Projekte aus Barcelona sind überwiegend öffentliche Einrichtungen und spiegeln zentrale Tendenzen der zeitgenössischen Architektur wider: die Integration in den städtischen Kontext, ökologische Nachhaltigkeit, Gemeinwohlorientierung sowie funktionale Flexibilität. Sie verweisen auf die hohe Vitalität der lokalen Architekturproduktion und den ausgezeichneten Zustand der architektonischen Praxis in Barcelona.
Die Preisverleihung findet am Nachmittag des 17. Juni statt – wir wünschen allen nominierten Teams und Projekten viel Erfolg.
Guiding Architects: thematische Touren zu den FAD-Preisen
Im Rahmen der Initiative „Barcelona Welthauptstadt der Architektur 2026“ hat Guiding Architects zwei geführte Routen entwickelt, die von den FAD-Architekturpreisen inspiriert sind. Ziel ist es, die Geschichte und Bedeutung dieser Auszeichnungen zu vermitteln und das Publikum an einige der herausragendsten Werke der zeitgenössischen Architektur der Stadt heranzuführen. Die Rundgänge führen durch zwei städtebaulich besonders bedeutsame Bereiche: den oberen Abschnitt der Diagonal und Les Corts auf der einen Seite sowie den Stadtteil Poblenou auf der anderen.
Darüber hinaus wurde Lorenzo Kárász, Direktor von Guiding Architects Barcelona, in diesem Jahr in die Jury des FAD International Award berufen. Diese Kategorie wurde geschaffen, um architektonische Exzellenz über die Grenzen der Iberischen Halbinsel hinaus zu würdigen und das internationale Profil des FAD und seiner Preise zu stärken.
Text: Pedro Capriata
LITERATURVERZEICHNIS
Archello (s.f.). Hospital del Mar: espacios de salud abiertos al mar.
https://archello.com/es/project/phase-2-expansion-of-hospital-del-mar-in-barcelona
ARQUINFAD (s.f.). Premios FAD de Arquitectura e Interiorismo.
https://arquinfad.org/premisfad/es/edicion-en-curso/
Arquitectura Viva (1994). Hospital del Mar, Barcelona.
https://arquitecturaviva.com/obras/hospital-del-mar-barcelona
Arquitectura Viva (2025). Centro Deportivo Municipal Espronceda en Barcelona.
https://arquitecturaviva.com/obras/centro-deportivo-municipal-espronceda-en-barcelona
Arquitectura Viva (2025). Edificio de oficinas Llul 122 en Barcelona.
https://arquitecturaviva.com/obras/edificio-de-oficinas-llul-122-en-barcelona
Arquitectura Viva (2026). Recircular l’Eixample en Barcelona.
https://arquitecturaviva.com/obras/recircular-leixample-en-barcelona
Arquitectura Viva (2026). Finalistas de los Premios FAD 2026.
https://arquitecturaviva.com/articulos/finalistas-de-los-premios-fad-2026?utm_source=chatgpt.com
BAAS Arquitectura (s.f.). Llull Office Building.
https://baas.cat/archive/llull-office-building/
Barceló Balanzó Arquitectes (s.f.). Centro Deportivo Municipal Espronceda en el barrio de Navas.
https://www.bbarquitectes.com/es/work/centro-deportivo-municipal-espronceda-en-el-barrio-de-navas-en-barcelona/
Centre Obert d’Arquitectura (s.f.) ArquitecturaCatalana.Cat
https://www.arquitecturacatalana.cat/es
Flexo Arquitectura (s.f.). Sagrada Familia – Civic, Children’s, and Senior Centers.
https://flexoarquitectura.com/work/sagrada-familia
Frampton, K. (1992). Modern Architecture. A Critical History. Thames and Hudson.
London on the Ground (2024). The Brunswick Centre, a pioneer in 20th century architecture.
https://www.londonontheground.com/post/the-brunswick-centre-a-pioneer-in-20th-century-architecture
Pinearq (s.f.). Reforma y ampliación del Hospital del Mar.
https://pinearq.es/proyectos/arquitectura-hospitalaria/reforma-y-ampliacion-del-hospital-del-mar/
Die FAD-Architekturpreise 2026
Ein Blick auf die in Barcelona nominierten Projekte

Erweiterung des Hospital del Mar von Pinearq und Brullet de Luna, © Simón García
FAD Barcelona – eine Institution mit Geschichte
FAD, dessen Abkürzung ursprünglich für Fomento de las Artes Decorativas stand, wurde 1903 in Barcelona als Berufsverband von Handwerkern und dekorativen Künstlern ins Leben gerufen. In den ersten Jahrzehnten war die Vereinigung sehr aktiv und wirkte unter anderem an der Gründung der Escola Massana im Jahr 1929 mit. Der entscheidende Wendepunkt kam jedoch 1958 mit der Einführung des FAD-Preises für Architektur, der die kulturelle Bedeutung der Institution erheblich steigerte. Die neue Auszeichnung, die maßgeblich von Oriol Bohigas mitgestaltet wurde, sollte die moderne Architektur fördern – insbesondere jene der Grup R – und sie der damals vorherrschenden Architektur mit ihren konservativen und regionaltypischen Tendenzen gegenüberstellen.
Die ersten Preisträger waren Guillem Giráldez, Pedro López Iñigo und Xavier Subías für ihr Projekt der Juristischen Fakultät – ein Werk mit ausgesprochen rationalistischen Zügen, das in nur 12 Monaten geplant und gebaut wurde. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die FAD-Preise von einer lokalen Auszeichnung zum renommiertesten Architekturpreis der Iberischen Halbinsel.

Bürogebäude Llull 122 von BAAS Arquitectura, © Adrià Goula
Neuausrichtung der FAD-Preise
Die bedeutendste Veränderung in der Organisation und Vergabe der Preise seit der Gründung des Verbands fand 2006 statt, als FAD in Fomento de las Artes y el Diseño umbenannt wurde, dabei aber sein traditionelles Kürzel beibehielt. Damals wurden die heutigen Kategorien der Premios de Arquitectura e Interiorismo festgelegt: Architektur, Innenarchitektur, Stadt und Landschaft, ephemere Interventionen sowie Denken und Kritik. Heute ist die Institution entsprechend den verschiedenen designbezogenen Berufsfeldern untergliedert. Die Vereinigung ARQUIN-FAD vertritt die Bereiche Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur und Innenarchitektur und ist damit direkt verantwortlich für die oben genannten Preise.
Die Ausschreibung dieser Preise steht Projekten auf der Iberischen Halbinsel offen und findet jährlich statt. ARQUIN-FAD beruft eine Jury aus renommierten Architekten, Hochschulprofessoren, Kritikern und weiteren Fachleuten, um ein breites Spektrum an Profilen abzubilden. In einem ersten Schritt trifft die Jury eine Vorauswahl und erstellt eine Finalistenliste. Die ausgewählten Projekte werden anschließend eingehender analysiert und vor Ort von den Jurymitgliedern besichtigt, bevor die endgültige Entscheidung getroffen und die Gewinner bekanntgegeben werden.

Sportkomplex Espronceda von Conxita Balcells Associats und Barceló-Balanzó Arquitectes, © José Hevia
Die Finalisten der FAD-Architekturpreise 2026
Die Liste der diesjährigen Finalisten lenkt den Blick auf eine Auswahl kürzlich fertiggestellter Projekte mit durchweg hohem architektonischem Niveau, darunter einige aus Barcelona. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kategorie Stadt und Landschaft, in der Barcelona gleich zwei der vier Finalisten stellt. Dazu zählen das Projekt Espais Lliures Illa Diagonal von Batlleiroig Arquitectura sowie der letzte Bauabschnitt des Parc de les Glòries, bekannt als Canòpia Urbana – Àmbit Túnels, von Agence TER und Ana Coello. Dieses Projekt wurde bereits in unserem jüngsten Blog „Städtische Renaturierungsprojekte in Barcelona II“ vorgestellt.
In der Kategorie Architektur wurden insgesamt 15 Finalisten ausgewählt, darunter vier Projekte in Barcelona. Angesichts der Tatsache, dass sich die Finalisten auf ganz Spanien und Portugal verteilen, ist dies ein beachtlicher Anteil. Grund genug also, einen genaueren Blick auf diese vier Bauten zu werfen, die das ohnehin reiche architektonische Erbe der Stadt um weitere bemerkenswerte Beispiele zeitgenössischer Architektur ergänzen.

Erweiterung des Hospital del Mar von Pinearq und Brullet de Luna, © Simón García
Die Erweiterung des Hospital del Mar von Pinearq + Brullet de Luna
Die neue Erweiterung des Hospital del Mar (Phase 2) bildet das jüngste Kapitel einer langen Reihe von Umbauten und Erweiterungen, die Pinearq und Brullet de Luna für den historischen Krankenhauskomplex und sein Umfeld realisiert haben. Bereits im Vorfeld der Olympischen Spiele 1992 zeichneten die Architekten für die erste umfassende Umgestaltung dieses privilegiert gelegenen Krankenhauses verantwortlich, das damals die Funktion des Olympischen Krankenhauses übernehmen sollte. Es folgte 2007 der Parc de Recerca Biomèdica, ein unmittelbar benachbartes Forschungszentrum, das wir bereits in unserem Blog über Forschungsbauten in Barcelona vorgestellt haben. 2017 wurde schließlich eine erste Erweiterung des Krankenhauses fertiggestellt. Mit dem nun abgeschlossenen Bauvorhaben findet die städtebauliche und funktionale Transformation eines bedeutenden Abschnitts der Uferpromenade ihren vorläufigen Abschluss.
Der Neubau besteht aus einem U-förmigen Baukörper, der sich zur Carrer del Gas hin öffnet und überwiegend Patientenzimmer beherbergt. Ein zweigeschossiger Verbindungstrakt bindet ihn an den bestehenden Krankenhauskomplex an. Vor den oberen Fassaden spannt sich ein Metallraster, das ein fein gegliedertes System aus Holzlamellen aufnimmt. Diese schlagen eine Brücke zwischen lokaler Bautradition und dem benachbarten Parc de Recerca Biomèdica. Gleichzeitig sorgen sie für Sichtschutz in den Patientenzimmern und tragen zur Verschattung der Fassaden bei.
Zur Meerseite hin öffnet sich der Neubau zu einem begrünten Dachgarten im dritten Obergeschoss. Dieser dient Patienten und medizinischem Personal als Aufenthalts- und Erholungsraum und leistet zugleich einen Beitrag zur ökologischen Aufwertung des Krankenhauskomplexes. Die Nachhaltigkeitsstrategie des Projekts zeigt sich darüber hinaus im Einsatz von zertifiziertem Holz, regionalen Baumaterialien sowie in der Nutzung von Regenwasser.

Bürogebäude Llull 122 von BAAS Arquitectura, © Adrià Goula
Llull 122: Bürogebäude von BAAS Arquitectura
Das von BAAS Arquitectura entworfene Bürogebäude Llull 122 nimmt eine markante Ecklage im Innovations- und Technologiedistrikt 22@ im Stadtteil Poblenou ein.
Auf den ersten Blick fallen zwei Merkmale besonders ins Auge: der abgestufte Baukörper und die gegenüber der Straßenflucht zurückversetzte Gebäudeform, die einen öffentlichen Platz entstehen lässt. Der so gewonnene Freiraum fungiert als Übergangszone zwischen Gebäude und Stadtraum und stärkt die Einbindung des Projekts in sein Umfeld. Unterstützt wird dies durch die Offenheit des Erdgeschosses, die einen fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenraum ermöglicht.
Maßstäblichkeit und gestufte Volumetrie verleihen dem Projekt eine offene Wirkung gegenüber Stadt und Nutzern. Eine Abfolge begrünter Terrassen kontrastiert mit dem Sichtbeton, der das Erscheinungsbild des Gebäudes prägt. Die geneigten Stützen greifen die Staffelung des Baukörpers auf und bilden mit ihrer Auskragung über dem Platz eine überdachte Vorzone.

Bürogebäude Llull 122 von BAAS Arquitectura, © Adrià Goula
Das Konzept der geneigten Stützen erinnert an die Megastrukturen von Archigram sowie an Entwürfe der High-Tech-Architektur. Auch das Hyatt Regency Barcelona Tower (2006) von Richard Rogers in L’Hospitalet de Llobregat kommt dabei in den Sinn, wenngleich die Neigung der Stützen dort weniger ausgeprägt ist. Der Entwurf weckt zudem durch die Kombination von Form und Materialität Assoziationen zu weiteren britischen Architekturbeispielen, insbesondere zu den abgestuften Sichtbetonvolumen des Brunswick Centre (1972), einem brutalistischen Werk von Patrick Hodgkinson. Auch die eingesetzten Sichtziegelwände, die einen Bezug zur industriellen Vergangenheit des Viertels herstellen, knüpfen an die Ästhetik des Brutalismus an – etwa an Arbeiten von James Stirling oder an frühe Projekte von Alison und Peter Smithson.
Die großen Stützen sind nicht nur strukturelles und gestalterisches Leitmotiv, sondern auch die einzigen durchgehenden tragenden Elemente des Gebäudes. Sie ermöglichen weitgehend stützenfreie, flexibel nutzbare Büroflächen. Ein System aus Markisen übernimmt den Sonnenschutz an der Hauptfassade, da die Betondecken nicht ausreichend auskragen, um eine Verschattung zu gewährleisten. Die Seitenfassade wird durch vertikale Betonschirme abgeschirmt.
Darüber hinaus setzt das Projekt auf weitere bioklimatische Strategien, darunter den Verzicht auf abgehängte Decken sowie eine natürliche Belüftung über automatisierte Oberlichter in den Seitenfassaden. Diese Maßnahmen erhöhen sowohl die Energieeffizienz als auch den Nutzungskomfort im Gebäude.

Sportkomplex Espronceda von Conxita Balcells Associats und Barceló-Balanzó Arquitectes, © José Hevia
CEM Espronceda: Sportzentrum von Conxita Balcells Associats und Barceló-Balanzó Arquitectes
Ein weiterer Finalist im Bereich öffentlicher Einrichtungen ist das Centre Esportiu Municipal (CEM) Espronceda von Barceló-Balanzó Arquitectes und Conxita Balcells Associats. Das zwischen Brandmauern eingefasste Gebäude folgt einer klaren volumetrischen Ordnung: Ein vertikaler, entlang der Carrer d’Espronceda ausgerichteter Baukörper wird mit einem quer gelagerten Volumen kombiniert, das sich tief in das Grundstück hineinzieht. Die Hauptfassade akzentuiert dabei gleichermaßen die Rolle als Nachbarschaftseinrichtung wie den Anspruch als eigenständiger Baukörper.
Funktional, tektonisch und gestalterisch knüpft das Projekt an die Entwurfstradition Louis Kahns an. Das Hauptvolumen gliedert sich vertikal in drei Zonen: Die seitlichen Bereiche bündeln dienende Funktionen wie Umkleiden, Lager und Erschließung, während im Zentrum die großzügigen, flexibel nutzbaren Sporthallen liegen. Sie folgen dem von Kahn formulierten Prinzip der „bedienten“ und „dienenden“ Räume.
Jeder dieser Bereiche wird an der Fassade über Materialität und Öffnungsgrad ablesbar. Die seitlichen Baukörper treten als weitgehend geschlossene Betonflächen in Erscheinung, während der Mittelteil durch großformatige Fenster geprägt ist, die von einem hölzernen Raster gefasst werden. So entsteht eine zeitgenössische Fassade mit klarer Proportionierung, die sowohl an klassische architektonische Prinzipien als auch an Kahns Werk erinnert – insbesondere an das Salk Institute in La Jolla aus dem Jahr 1965.
Die Offenheit des Erdgeschosses schafft einen fließenden Übergang zwischen Straße und Innenraum und bindet den Haupteingang an den horizontalen Baukörper an, der mehrere Sportfelder unterschiedlicher Disziplinen in einer einzigen, weitgespannten Halle vereint. Die Dachstruktur besteht aus Spannbetonträgern, einem System von Oberlichtern zur natürlichen Belichtung sowie einer begrünten Dachfläche.
Neben der funktionalen Flexibilität war die Energieeffizienz eine zentrale Zielsetzung des Projekts. Dafür kommen passive Klimastrategien, Systeme zur Eigenenergieerzeugung sowie Maßnahmen zur saisonalen Anpassung zum Einsatz.

Sportkomplex Espronceda von Conxita Balcells Associats und Barceló-Balanzó Arquitectes, © José Hevia
Recircular l’Eixample von Flexoarquitectura + Addenda Architects
Der letzte Finalist ist ein vergleichsweise komplexes Projekt. Recircular l’Eixample, entwickelt von Flexoarquitectura und Addenda Architects, ist eine städtebauliche Intervention zur Transformation eines Blocks im Eixample nahe der Sagrada Família der bereits mehrere öffentliche Einrichtungen beherbergt. Der Ansatz knüpft an bedeutende städtebauliche Operationen der letzten Jahrzehnte an, insbesondere an die Intervention von RCR Arquitectes in der Biblioteca Sant Antoni–Joan Oliver sowie an die Gärten von Cándida Pérez (2007).
Einige der Gebäude behalten ihre ursprüngliche Nutzung bei, etwa der Markt oder die Bibliothek, während anderen neue Funktionen zugewiesen werden, beispielsweise dem Bürgerzentrum, das nun ein Kinder- und ein Seniorenzentrum umfasst. Die beiden zentralen Leitprinzipien der Umgestaltung sind Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit. Im gesamten Ensemble verbessert sich die Energieeffizienz durch die Modernisierung der Klimaanlagen sowie die Integration von Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig wird die urbane Durchlässigkeit gestärkt, indem Zugänge aufgewertet und die Verbindungen zwischen den Gebäuden und dem Innenhof des Blocks neu organisiert werden. Neue öffentliche Passagen, Rampen und begehbare Dächer verändern die städtische Dynamik des Ensembles deutlich. Schließlich dient die Intervention auch der gestalterischen Aufwertung der einzelnen Baukörper: Materialien, Farben und Texturen schaffen eine gemeinsame Identität und respektieren zugleich die vorhandene tektonische Vielfalt.

Erweiterung des Hospital del Mar von Pinearq und Brullet de Luna, © Simón García
Nominierungen, die Barcelonas Bedeutung in der zeitgenössischen Architektur unterstreichen
Seit ihrer Gründung fungieren die FAD-Preise für Architektur sowohl als Gradmesser als auch als Impulsgeber der lokalen Architekturproduktion. Sie haben die Qualität von Entwurf und Baukultur nachhaltig gefördert und die Rolle Spaniens und Barcelonas im internationalen Architekturkontext gestärkt.
Die als Finalisten der Ausgabe 2026 ausgewählten Projekte aus Barcelona sind überwiegend öffentliche Einrichtungen und spiegeln zentrale Tendenzen der zeitgenössischen Architektur wider: die Integration in den städtischen Kontext, ökologische Nachhaltigkeit, Gemeinwohlorientierung sowie funktionale Flexibilität. Sie verweisen auf die hohe Vitalität der lokalen Architekturproduktion und den ausgezeichneten Zustand der architektonischen Praxis in Barcelona.
Die Preisverleihung findet am Nachmittag des 17. Juni statt – wir wünschen allen nominierten Teams und Projekten viel Erfolg.
Guiding Architects: thematische Touren zu den FAD-Preisen
Im Rahmen der Initiative „Barcelona Welthauptstadt der Architektur 2026“ hat Guiding Architects zwei geführte Routen entwickelt, die von den FAD-Architekturpreisen inspiriert sind. Ziel ist es, die Geschichte und Bedeutung dieser Auszeichnungen zu vermitteln und das Publikum an einige der herausragendsten Werke der zeitgenössischen Architektur der Stadt heranzuführen. Die Rundgänge führen durch zwei städtebaulich besonders bedeutsame Bereiche: den oberen Abschnitt der Diagonal und Les Corts auf der einen Seite sowie den Stadtteil Poblenou auf der anderen.
Darüber hinaus wurde Lorenzo Kárász, Direktor von Guiding Architects Barcelona, in diesem Jahr in die Jury des FAD International Award berufen. Diese Kategorie wurde geschaffen, um architektonische Exzellenz über die Grenzen der Iberischen Halbinsel hinaus zu würdigen und das internationale Profil des FAD und seiner Preise zu stärken.
Text: Pedro Capriata
LITERATURVERZEICHNIS
Archello (s.f.). Hospital del Mar: espacios de salud abiertos al mar.
https://archello.com/es/project/phase-2-expansion-of-hospital-del-mar-in-barcelona
ARQUINFAD (s.f.). Premios FAD de Arquitectura e Interiorismo.
https://arquinfad.org/premisfad/es/edicion-en-curso/
Arquitectura Viva (1994). Hospital del Mar, Barcelona.
https://arquitecturaviva.com/obras/hospital-del-mar-barcelona
Arquitectura Viva (2025). Centro Deportivo Municipal Espronceda en Barcelona.
https://arquitecturaviva.com/obras/centro-deportivo-municipal-espronceda-en-barcelona
Arquitectura Viva (2025). Edificio de oficinas Llul 122 en Barcelona.
https://arquitecturaviva.com/obras/edificio-de-oficinas-llul-122-en-barcelona
Arquitectura Viva (2026). Recircular l’Eixample en Barcelona.
https://arquitecturaviva.com/obras/recircular-leixample-en-barcelona
Arquitectura Viva (2026). Finalistas de los Premios FAD 2026.
https://arquitecturaviva.com/articulos/finalistas-de-los-premios-fad-2026?utm_source=chatgpt.com
BAAS Arquitectura (s.f.). Llull Office Building.
https://baas.cat/archive/llull-office-building/
Barceló Balanzó Arquitectes (s.f.). Centro Deportivo Municipal Espronceda en el barrio de Navas.
https://www.bbarquitectes.com/es/work/centro-deportivo-municipal-espronceda-en-el-barrio-de-navas-en-barcelona/
Centre Obert d’Arquitectura (s.f.) ArquitecturaCatalana.Cat
https://www.arquitecturacatalana.cat/es
Flexo Arquitectura (s.f.). Sagrada Familia – Civic, Children’s, and Senior Centers.
https://flexoarquitectura.com/work/sagrada-familia
Frampton, K. (1992). Modern Architecture. A Critical History. Thames and Hudson.
London on the Ground (2024). The Brunswick Centre, a pioneer in 20th century architecture.
https://www.londonontheground.com/post/the-brunswick-centre-a-pioneer-in-20th-century-architecture
Pinearq (s.f.). Reforma y ampliación del Hospital del Mar.
https://pinearq.es/proyectos/arquitectura-hospitalaria/reforma-y-ampliacion-del-hospital-del-mar/
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